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Schule gemeinsam erleben – Das Städtische Gymnasium Erwitte versteht sich als Ort des Lernens, an dem junge Menschen nicht nur Wissen erwerben, sondern auch zu mündigen Bürgerinnen und Bürgern heranwachsen, die aktiv an der Gestaltung einer demokratischen Gesellschaft teilnehmen.
In einer zunehmend komplexen und vielfältigen Welt ist Demokratiebildung für Schülerinnen und Schüler von entscheidender Bedeutung.
In einer Zeit, in der gesellschaftliche Spaltungen und Herausforderungen wie Fake News, Hassreden und Verschwörungsmythen zunehmen, ist es unser Ziel, den Schülerinnen und Schülern die Bedeutung von Toleranz, Respekt und gegenseitiger Rücksichtnahme nahezubringen.
Das 20. Jahrhundert brachte in Deutschland nicht nur die Verbreitung von Demokratie, sondern auch gravierende Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Anhand dieser Geschichte wird deutlich, dass Demokratie nicht selbstverständlich ist; sie muss erlernt, erkämpft und verteidigt werden.
Demokratie erfordert dabei die Anerkennung der Menschenrechte, Gewaltenteilung und Minderheitenschutz.
Schulen stehen heute vor der Herausforderung gegen ausgrenzende und antidemokratische Positionen vorzugehen und Geschichtsrevisionismus zu begegnen (KMK 2018).
Nicht nur für die Demokratiebildung, sondern auch für die Herausbildung und Stärkung einer Erinnerungskultur spielt die Geschichte des 20. Jahrhunderts eine große Rolle.
An verschiedenen Orten der Welt kämpften und kämpfen Menschen für Menschenrechte und Freiheit und dafür, dass demokratische Prinzipien herrschen.
Zeitgleich gab und gibt es immer wieder Auseinandersetzungen darum, ob und wie Unmenschlichkeit in historischen Prozessen benannt oder bewertet werden soll.
Gedenk- und Jahrestage bieten dabei die Möglichkeit, dass sich Schülerinnen und Schülern die Bedeutung historischer Ereignisse für ihr eigenes Leben erschließen.
Dabei entwickeln sie ihr eigenes Geschichtsbewusstsein und gleichzeitig wird eine demokratische Grundhaltung und Handlungskompetenz gefördert (KMK 2014).
Durch die Integration von Gedenktagen in den schulischen Alltag, den Besuch von Gedenkstätten und die Durchführung verschiedener Projekte wird so eine nachhaltige Auseinandersetzung mit Geschichte ermöglicht.
Somit wird den Schülerinnen und Schülern auch die Möglichkeit gegeben, sich nicht nur mit der Frage auseinanderzusetzen, was erinnert werden soll, sondern auch, wie erinnert werden sollte (Hanke 2021).
Auszug aus unserem "Konzept zur Demokratiebildung und Stärkung der Erinnerungskultur"