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576 Protestbriefe

Ein schweres Paket ist am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien auf die Reise nach Berlin gegangen. Inhalt: 576 Protestbriefe. Empfänger: die deutsche Zentrale der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI). Amnesty wird die Schreiben zusammen mit den vielen anderen Protestbriefen, die diesmal beim Briefmarathon an Schulen zusammengekommen sind, an die Verantwortlichen für Menschenrechtsverstöße weiterschicken. Die Schülervertretung (SV) unserer Schule hatte sich bereits zum vierten Mal an der weltweiten Aktion rund um den Tag der Menschenrechte am 10. Dezember beteiligt.

Es ging darum, in kurzer Zeit möglichst viele Unterschriften unter Protestbriefe zu sammeln. Mit diesen Briefen zeigen die Absender ihre Solidarität mit den Opfern von Menschenrechtsverletzungen. Sie machten Verstöße öffentlich. Und sie fordern die Verantwortlichen auf, die Opfer aus dem Gefängnis zu entlassen, Schikanen einzustellen und die fundamentalen Rechte zu achten. Diesmal hatte AI für den Briefmarathon an Schulen Frauen in Venezuela, Iran und Südafrika ausgewählt, die unter Drangsalierungen und Bedrohungen leiden oder gar wie die Iranerin Atena Daemi im Gefängnis sitzen, weil sie sich für den Schutz der Menschenrechte in ihrem Land einsetzen. Mitglieder SV haben die Aktion in den vergangenen Wochen den Kursen der Oberstufe vorgestellt und um Unterstützung gebeten. Dabei stießen sie offenbar auf offenen Ohren. Denn 576 Briefe sind ein hervorragendes Ergebnis. Zusätzlich zu den Informationen in den Kursen lieferten Stellwände in der Pausenhalle Informationen zum Briefmarathon. Eine Wand hatte der Sowi-Zusatzkurs in der Q2 von Martin Huckebrink mit viel Engagement gestaltet. Schülerinnen und Schüler für die Menschenrechte zu sensibilisieren und eigenen Einsatz zu fördern, gehört zum Bildungsauftrag der Schule.

Das SGE ist zudem Mitglied im Netzwerk "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage". Auch in diesem Zusammenhang haben wir uns das Engagement für die Menschenrechte auf die Fahnen geschrieben. In der AI-Zentrale werden die Briefe Anfang kommenden Jahres weitergeleitet. Dass der Briefmarathon Eindruck macht und "etwas bringt", zeigt der Fall des Bloggers Mahadine aus dem Tschad. Er saß im Gefängnis, weil er die Regierung seines Landes kritisiert hatte. Nachdem in Tausenden von Briefen seine Freilassung gefordert worden war, konnte er im Frühjahr dieses Jahres das Gefängnis verlassen. (huk)

Neue SV fürs Schuljahr 2018/19

 

Jessica Sommer aus der Q1 ist unsere neue Schülersprecherin. Sie erreichte bei der SV-Wahl 61 Prozent der abgegebenen Stimmen. Alle Schülerinnen und Schüler waren dazu aufgerufen, ihre neuen Vertrerinnen und Vertreter zu wählen. In der Aula fanden dafür Wahlveranstaltungen für die SI und SII statt.

Jessicas Vertreter ist Maximilian Drews-Kreilmann aus der Q2. Er war im vergangenen Jahr Schülersprecher und hatte diesmal nicht mehr für das Spitzenamt kandidiert.

Die SV vertritt in der Schulkonferenz die Interessen der Schülerinnen und Schüler. Sie ist das höchste Entscheidungsorgan der Schule. Lehrer, Eltern und Schüler sind in diesem Gremium mit der gleichen Stimmenzahl vertreten. Bei der SV-Wahl wurden neben Jessica und Maximilian Marcel Franzke (Q2), Luka Horstmann (Q2), Jonas Böhle (Q2) und Simon Böddecker (EF) zu Mitgliedern der Schulkonferenz gewählt. Ihre Vertreter sind Robin Schmitz (EF), Lorenz Cußmann (Q2), Jan Niklas Tesmann (Q1), Luka Heckhuis (EF), Jule Wiese (EF) und Lilly Salmen (Q2). Die Schulkonferenz hat zum Beispiel das letzte Wort, wenn es um die Einführung neuer Schulbücher geht oder um die Gestaltung des Fahrtenkonzepts unserer Schule.

Die SV will sich im Dezember wieder am Amnesty-Briefmarathon für die Menschenrechte beteiligen. Schülersprecherin Jessica Sommer möchte der SV zudem einen neuen sportlichen Akzent geben: "Wir denken über die Organisation eines SV-Cups nach." Die Schülervertretung trägt zudem mit vielen Aktivitäten zur Bereicherung unseres Schullebens bei. So sorgen SV-Mitglieder zum Beispiel bei Konzerten oder Theateraufführungen dafür, dass die Besucher in der Pause mit Getränken versorgt werden.  (huk)

Flucht aus Syrien

Der junge Syrer Hamed AlHamed sprach aus Einladung der SV am vorletzten Schultag vor den Sommerferien 2018 über seine Flucht

Hamed trägt ein T-Shirt mit dem Logo des DFB und am rechten Handgelenk ein schmales Armband in Schwarz, Rot, Gold. „Ich liebe Deutschland“, sagt Hamed. Vor drei Jahren hat der heute 27-Jährige zusammen mit seinem Bruder Ahmed aus der syrischen Großstadt Deiz Ezzor verlassen. Ihre gefährliche Flucht haben die Brüder mit der Handykamera dokumentiert und unter dem Titel „The Long Way To Germany“ auf Youtube gestellt.

 

Warum verlassen junge Menschen ihre Familie, ihre Freunde, ihr Land, ihre Heimat? Fragen, um die es bei den Vorträgen von Hamed geht. Was ist in Syrien passiert? Wie konnte das Land in einem undurchschaubaren Bürgerkrieg versinken, in den sich auch ausländische Staaten massiv einmischen?

In der Aula unserer Schule stellte Hamed AlHamed am Donnerstag vor Ferienbeginn seine Multimedia-Präsentation über Syrien und das Schicksal seiner Familie vor. Die Schülersprecher Maximilian Drews-Kreilmann und Marcel Franzke hatten die Moderation der Veranstaltung für die Jahrgangsstufen 9, EF und Q1 übernommen.

Hamed macht zurzeit eine Ausbildung zum Mediengestalter in Münster. Er lebt mit seinem Bruder in Ennigerloh. „Seit Jahren habe ich meine Familie nicht mehr gesehen. Das tut richtig weh“, sagt er. Über soziale Medien gelingt es den Brüdern, zu den Eltern und Geschwistern ein wenig Kontakt zu halten. Die leben jetzt in einer Zone, die als sicher gilt. Hamed und Ahmed versuchen, im Rahmen ihrer bescheidenen Möglichkeiten, ihre Familie so zu unterstützen, dass sie materiell überleben kann. „Ohne Geld geht nichts in Syrien", weiß Hamed.

In seiner Präsentation blickt er zunächst zurück auf ein Land, in dem Menschen unterschiedlicher Religionen friedlich zusammenlebten, in dem das Lebensniveau und der Ausbildungsstand vergleichsweise hoch waren. Syrien - ein Land, in dem man recht gut leben konnte. Allerdings nur,  wenn man sich dem diktatorischen Regime der Assad-Familie fügte. Denn Meinungsfreiheit gab es nicht.

Als der Arabische Frühling zunächst Ende 2011 in Tunesien begann, breitete sich die Demokratiebewegung rasch auch bis Syrien aus. Die Menschen gingen auf die Straße und forderten Freiheit. Die Reaktion war brutale Polizei- und Militärgewalt. Es war der Beginn eines mörderischen Krieges. Eines Krieges, in dem das Regime die eigene Bevölkerung mit Fassbomben und Chemiewaffen niedermetzelt. "Und die Welt macht gar nichts!", stellt Hamed fest. Für seinen Bruder und ihn war klar, dass sie das Inferno verlassen mussten: fliehen um zu überleben.

Hamed zeigt ein Foto mit sechs föhlichen jungen Männern. „Friends Forever“ steht unter den Namen. Hamed stellt sie vor. Links außen ist er selber, alle anderen leben nicht mehr. Die grausame Absurdität der Lage in Syrien dokumentiert ein Video, in dem Urlauber am Pool liegen und es sich gut gehen lassen, während wenige Kilometer weiter die Bomben explodieren. Man habe sich daran gewöhnt, sagt einer von denen, die es sich auf der Sonnenliege gemütlich gemacht haben.

„Wir sind nicht zum Spaß hier", sagt Hamed. Natürlich gebe es Menschen, die ein völlig falsches Bild von Deutschland als Schlaraffenland hätten. Und es gebe auch Geflüchtete, die sich nicht an die Gesetze und Regeln hielten. Dann sei es in Ordnung, wenn der Staat reagiere. Doch die andere, Menschen wie er und sein Bruder, wollten sich integrieren, Teil dieser Gesellschaft werden.

„Ihr habt leider einfach Angst“, stellt Hamed fest und fragt: „Warum?" Mit seinen sehr persönlichen Vorträgen möchte er einen Beitrag leisten, um Vorbehalte und Vorurteile abzubauen. "Das ist gelungen“, bedankte sich Maximilian Drews-Kreilmann im Namen der Schülerinnen und Schüler, die die Präsentation sehr aufmerksam verfolgt hatten und Hamed mit langem Beifall dankten. (huk)

 

 

 

SV spielt fair

 

Unter dem Motto „Fair Play am SGE“ ging Ende Januar das SV-Seminar an unserer Schule über die Bühne. SV-Mitglied Birk Fischer (Q2) hat einen Bericht über die zweitägige Veranstaltung verfasst:

Am Montag und Dienstag, 22. und 23. Januar, hatten Klassen- und Stufensprechern, ihre Vertreter und die Mitgliedern der Schülervertretung (SV) die Möglichkeit, jahrgangsübergreifend miteinander zu arbeiten. Die Betreuung der Schülerinnen und Schüler übernahmen die SV-Lehrer Annette Wessel und Jens Vierling. Im Vorlauf hatte sich das Team der SV schon einige Gedanken zu verschiedenen Themen gemacht.

Mit dem neuen SV-Lehrer Jens Vierling war natürlich klar, dass sich eine Gruppe mit Fairtrade auseinandersetzen würde. Vierling ist nämlich selbst ehrenamtlich in einer Initiative für fairen Handel aktiv. Aus erster Hand konnten die Teilnehmer also erfahren und ausarbeiten, was Fairtrade überhaupt ist. Dazu hatte Vierling auch noch Kollegen eingeladen, die mit den Jugendlichen arbeiteten. Höhepunkt war ein Menü aus Fairtrade-Produkten, das allen Teilnehmern hervorragend schmeckte.

Ein anderes Thema war in das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ eingebettet. Seit fast zwei Jahren gehört das SGE zu den Schulen, die sich gegen Rassismus und für Toleranz engagieren. In dieser Gruppe machten sich die Vertreterinnen und Vertreter der Schüler Gedanken darüber, wie man auf Rassismus aufmerksam machen kann.

Im Kontext des Holocaust Gedenktages am 27. Januar, haben sie ein Modell des Holocaust-Denkmals in Berlin geschaffen. Es wird in der Schule ausgestellt.

Außerdem beschäftigte sich eine Gruppe mit dem Poetry-Slam. Zusammen haben die Jugendlichen gesellschaftskritische, einfühlsame und witzige Texte geschrieben und vorgetragen. Sie hatten die Idee zu einer „Poetry-Wall“, an dem jeder anonym seine poetischen Texte aufhängen kann.

Zum SV-Seminar gibt es auch eine Bildergalerie mit Fotos von Lea Heckhuis. 

Amnesty bedankt sich für SV-Einsatz

Amnesty International bedankt sich für den Einsatz beim Briefmarathon 2017. Ein dickes Päckchen ging am letzten Schultag vor Weihnachten auf die Reise zur deutschen Zentrale der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) in Berlin. Inhalt: 220 Appellbriefe, die Schülerinnen und Schüler unserer Oberstufe beim Briefmarathon 2017 unterschrieben hatten.

Die Schülervertretung (SV) hatte sich wieder für die Aktion rund um den Tag der Menschenrechte am 10. Dezember eingesetzt. Der Briefmarathon gehört schon seit einigen Jahren zum Programm der SV. Für diesen „tollen Einsatz“ bedankte sich AI jetzt mit einer Urkunde. Stellvertretende Schulleiterin Kathrin Linke überreichte die Urkunde an die SV-Vertreter und schloss sich dem Dankeschön aus Berlin an.

„Wir haben 77 497 Briefe von 441 Schulen aus ganz Deutschland an die zuständigen Stellen weitergeleitet und hoffen, dass sie schnell Wirkung zeigen, damit sich die Situation für Mahadine im Tschad, die Istanbul 10 und Taner Kiliç in der Türkei, Shackelia Jackson in Jamaika und Sakris Kupila in Finnland schnell verbessert“, schreibt Amnesty im Begleitbrief zur Urkunde. Für diese Opfer von Menschenrechtsverletzungen hatten sich die Teilnehmer des Briefmarathons mit ihrer Unterschrift engagiert.

„Nicht immer bringt der Einsatz kurzfristig Erfolg. Im Dezember 2015 hatten wir uns unter anderem für Albert Woodfox in den USA und für Saman Naseem aus Iran eingesetzt. Albert Woodfox wurde bereits im Februar 2016 freigelassen. Für Saman Naseem hat sich Amnesty über den Briefmarathon hinaus eingesetzt. Diese Woche hat uns nun die Nachricht erreicht, dass die Todesstrafe wegen ‚Feindschaft zu Gott’ gegen Saman aufgehoben worden ist und er bald freikommen könnte“, schreibt Ines Wildhage aus der deutschen AI-Sektion an die unsere SV und fügt hinzu: „Wir hoffen sehr, dass der Einsatz beim Briefmarathon 2017 schneller zu Erfolgen führt als bei Saman.“

Im Dezember startet ein neuer Briefmarathon an Schulen. Ines Wildhage: „Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr wieder dabei seid.“ – „Das machen wir“, verspricht Schülersprecher Maximilian Drews-Kreilmann. (huk) 

Neue Mannschaft

Maximilian Drews-Kreilmann aus der Q1 ist in diesem Schuljahr Schülersprecher. Sein Stellvertreter ist Mracel Franzke, ebenfalls Q1 Zusammen mit den übrigen Mitgliedern der SV-Spitze organisieren sie eine Fülle von Aktivitäten - die Spannbreite reicht von der Cafeteria bei Elternsprechtagen über das Sportfest im Freibad bis zum Briefmarathon von Amnesty International.

Weitere Vertreter des Schülersprechers sind Niels Große-Kleimann (Q2), Dominik Zoltan (Q2) und Luka Horstmann (Q1). Sie gehören zusammen mit den Schülersprechern zu den Schülervertretern in der Schulkonferenz. Diesem Gremium gehört zudem Birk Fischer (Q2) an.

In der SV arbeiten zudem als gewählte Vertrerinnen und Vertreter mit: Jonas Böhle (Q1), Lorenz Cußmann (Q1), Natalia Sikora (Q2), Maxim Penner (Q2), Anna Woelk (Q2), Anna Schnütgen (EF), Lea Heckhuis (Q1) und Jessica Sommer (EF).

Die Schülervertretung ist ein wichtiges Mitwirkungsorgan in der Schule. Schülervertreter sind gleichberechtigte Mitglieder der Schulkonferenz, des höchsten Beschlussgremiums des SGE. Unter der Rubrik "Schulkonferenz" finden sich die Mitglieder im laufenden Schuljahr. Auch in den Fachkonferenzen sitzen Vertreter der Schülerinnen und Schüler und bringen dort deren Wünsche ein.

Betreut wird die Schülervertretung von Annette Wessel und Antonius Bertels als SV-Lehrern.

Nach § 74 des Schulgesetzes für das Land Nordrhein-Westfalen hat die Schülervertretung (SV) im Rahmen des Auftrags der Schule insbesondere die Aufgabe, die Interessen der Schülerinnen und Schüler bei der Gestaltung der Bildungs- und Erziehungsarbeit zu vertreten und die fachlichen, kulturellen, sportlichen, polititschen und sozialen Interessen der Schülerinnen und Schüler zu fördern.

Die inhaltliche Ausgestaltung der Mitwirkungsrechte der Schülervertretung ist im Erlass über die Mitwirkung der Schülervertretung in der Schule nach dem Schulmitwirkungsgesetz (SV - Erlass) geregelt. Auf Landesebene ist die LandesSchülerInnenVertretung (LSV NRW) die Vertretung der Schülerinnen und Schüler.

 

www.schulministerium.nrw.de/docs/bp/Schueler/Schulleben/Schuelervertretung/index.html

450 Briefe für die Freiheit

 

Courage zeigen, solidarisch sein: Viele Schülerinnen und Schüler machten beim amnesty-Briefmarathon 2016 mit.

Für ein Päckchen war die Sendung zu schwer. Der Stapel mit Appellbriefen musste als Paket auf die Reise gehen. 450 Briefe haben Schülerinnen und Schüler unserer Oberstufe in den vergangenen Tagen unterschrieben. Damit setzen sie sich dafür ein, dass Menschenrechte geachtet und Verstöße verfolgt werden.

Jedes Jahr ruft die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (ai) rund um den 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, zu einem Briefmarathon auf. Das Ziel ist es, möglichst viele Appellbriefe in einem kurzen Zeitraum zu schreiben. Amnesty hat dafür eine Reihe von Fällen ausgesucht, für die beim Briefmarathon Öffentlichkeit hergestellt werden soll. Mit der Aktion macht ai auf die Verletzung elementarer Rechte aufmerksam. Die große Anzahl an Briefen soll Regierungen besonders unter Druck setzen. 2015 wurden weltweit 3,7 Millionen Briefe geschrieben. Der Schreib-Marathon ist eine Erfolgsgeschichte. Auch im vergangenen Jahr kamen nach dem Briefmarathon Menschen frei, für die sich die Teilnehmer am Briefmarathon eingesetzt hatten.

Jugendliche lädt Amnesty zum Briefmarathon an Schulen ein. Dabei geht es auch darum, das Bewusstsein für die Bedeutung der Menschenrechte zu wecken und junge Menschen zu motivieren, sich für Opfer von Menschenrechtsverletzungen zu engagieren.

Unsere Schule hat sich in diesem Jahr bereits zum dritten Mal am Briefmarathon beteiligt. Anne Droste, Valentina Guida, beide Q2, und Schülersprecher Niels Große Kleimann hatten die Aktion für die Schülervertretung (SV) in die Hand genommen. Sie besuchten insbesondere die SoWi-Kurse in der Oberstufe und stellten dort die Arbeit von ai und die aktuellen Fälle vor.

Ein außergewöhnliches Engagement, das diesmal auf besonders große Resonanz stieß. Es kamen nämlich noch nie so viele Unterschriften zusammen wie beim Briefmarathon 2016. Am Ende steckten 450 Appellbriefe im Paket an die deutsche ai-Sektion in Berlin. Von dort werden die Schreiben an die jeweiligen Verantwortlichen für Menschenrechtsverletzungen weitergeleitet.

Worum ging es beim Breifmarathon 2016?

Zum Beispiel um Menschenrechtsverletzungen an Frauen, Männern und Kindern mit Albinismus. Sie müssen in Malawi in ständiger Angst leben. Der Grund ist ein weitverbreiteter Aberglaube. Die Regierung unternimmt nicht genug, um Betroffene zu schützen.

Aus der ai- Fallbeschreibung: "Annie Alfred ist zehn Jahre alt und hat Albinismus. Ihr Körper bildet nicht genug Melanin, den Farb­stoff, der in der Haut und den Haaren vorkommt und vor der Sonnenstrahlung schützt. Annie muss sich deshalb besonders gut vor Sonnenbrand in Acht nehmen. Wenn sie einmal groß ist, möchte sie Krankenschwester werden. Das Mädchen lebt jedoch in ständiger Gefahr – wie Tausende andere Menschen mit Albinismus in Malawi. Sie werden wegen ihrer Krankheit diskriminiert und verfolgt. Im schlimmsten Fall werden sie entführt, verstüm­melt oder getötet. Seit 2014 wurden in Malawi mindestens 18 Menschen mit Albinismus getötet, fünf weitere sind verschwunden.

Hintergrund ist ein furchtbarer Aberglaube: „Wunderheiler“ behaupten, dass Knochen oder Körperteile von Menschen mit Albinismus Glück bringen. Die Regierung von Malawi verurteilt dies zwar, unternimmt aber nicht genug, um die Bevölkerung aufzuklären und die Betroffenen zu schützen. Die wenigen Täter, die wegen Verbrechen an Menschen mit Albinismus festgenommen wurden, erhielten nur geringe Strafen oder wurden freigesprochen."

Amnesty fordert hier die konsequente Achtung der Rechte von Menschen mit Albinismus und die Bestrafung der Täter.

Ein anderer Fall, für den sich Schülerinnen und Schüler des SGE einsetzen: Der Student Fomusoh Ivo Feh machte sich in einer SMS an einen Freund über die bewaffnete Gruppe Boko Haram lustig. Dafür ist er zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Aus der ai-Fallbeschreibung: "Fomusoh Ivo Feh wollte gerade sein Studium beginnen, als er im Dezember 2014 festgenommen wurde. Er hatte eine SMS mit einem Witz über die bewaffnete Gruppe Boko Haram an einen Freund weitergeleitet. Darin hieß es, selbst Boko Haram würde einen nur aufnehmen, wenn man die Prü fung in mindestens fünf Schulfächern bestanden habe. Die SMS war eine Anspielung darauf, dass es für junge Menschen in Kamerun sehr schwer ist, ohne eine gute Ausbildung eine gute Stelle zu finden.

Nachdem der Freund die SMS an einen Schüler weitergeleitet hatte, fiel sie einem Lehrer in die Hände, der sich an die Polizei wandte. Daraufhin wurden Fomusoh Ivo Feh und die beiden anderen jungen Männer festgenommen. Am 2. November verurteilte ein Militärgericht Fomusoh Ivo Feh und die beiden anderen Männer wegen terrorismusbezogener Straftaten zu je zehn Jahren Haft. " (huk)

SV-Seminar 2017: Toleranz leben

 

"SV am SGE - wir schauen über den Tellerrand" - viele unterschiedliche Themen passten unter das übergreifende Motto des SV-Seminars am Donnerstag und Freitag, 19. und 20. Januar. Das Treffen ist für Klassen- und Jahrgangsstufensprecher, ihre Stellvertreter und die Mitglieder der Schülervertretung jedes Jahr eine Chance, jahrgangsübergreifend miteinander zu arbeiten. Betreut wurden die Teilnehmer von den SV-Lehrern Annette Wessel und Antonius Bertels.

Seit vergangenem Sommer ist unsere Schule Teil des Netzwerks "Schule ohne Rasismus - Schule mit Courage". In vielen Gruppen des Seminar ging es darum, diesen Anspruch weiter mit Leben zu füllen und neue Projektideen zu entwickeln.

Übers Essen Grenzen überwinden: Eine der fünf Gruppen ging auf kulinarische Weltreise und bereitete internationale Speisen wie zum Beispiel äthiopische Gemüsefladen zu. Bevor es in die Küche ging, hatte SGE-Lehrer Jens Vierling über Fair Trade informiert. Er engagiert sich privat in einer Initiative für fairen Handel.

Auf einer neuen Weltkarte in Acrylfarbe sollen in Zunkunft Slogans aufgeklebt werden, die für Solidarität mit Menschen überall auf der Welt werben. Die Karte entstand in einer der Arbeitsgruppen.

Wo liegen die Ursachen für Rassismus? Eine Gruppe beschäftigte sich intensiv mit dieser Frage und macht nun Vorschläge, um unsere Schulgemeinschaft zu stärken und rassistischem Verhalten vorzubeugen. So sollen in Zukunft zum Beispiel im wöchentlichen Rhythmus Motivationssprüche über den Bildschirm in der Pausenhalle laufen, um das Thema immer wieder neu ins Bewusstsein zu rücken. Vorschläge für diese Antirassismus-Slogans sind übrigens willkommen.

Als Referent hatte die SV Kevin Veith, Jugendsekretär der IG Metall Lippstadt, eingeladen. In seiner Gruppe untersuchten die Teilnehmer zunächst das aktuelle Phänomen des Rechtspopulismus. Dann entstand ein Kurzfilm, der sich pointiert mit der Flüchtlingsproblematik heute und zur Zeit des Nationalsozialismus auseinandersetzt.

Zusätzlich drehte eine Gruppe einen kurzweiligen Imagefilm für unsere Schule.

Das gemeinsame Abendessen und Frühstück gehört neben der Arbeit zu den festen Programmpunkten des SV-Seminars. Die Mahlzeiten bieten eine zusätzliche Chance zum gegenseitigen Austausch, und zwar über Jahrgangsstufengrenzen hinweg.

Bei der abschließenden Präsentation der Arbeitsergebnisse in der Aula lobte Schulleiter Klaus Grothe die Seminarteilnehmer: "Was ihr hier vorgestellt habt, ist sehr beeindruckend." (huk)

Beim SV-Seminar ist ein beeindruckendes Video zum Thema Flucht entstanden. Es steht jetzt auf "youtube": www.youtube.com/watch;

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