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Nicht gesellschaftsfähig

Mit dem Stück "Flüchtlingen ein Gesicht geben" startete die Ausstellung "Youniworth" in unserer Schule.

09
09.2019

"Nur wenn man aufeinander zugeht, kann es zur Begegnung kommen. Und die Schule ist dafür der ideale Ort", davon ist Schulleiter Klaus Grothe überzeugt. Die Schule als ein Ort für Begegnung und Miteinander stellte er in den Mittelpunkt seiner Begrüßungsworte zur Eröffnung der Ausstellung „Youniworth“. Die Mitmach-Schau des Jugendmigrationsdienstes (JMD) ist in dieser Woche in unserer Schule zu sehen.

Das SGE gehört genauso wie die Sekundarschule zum Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und ist dem Gedanken des Miteinanders und der Begegnung deshalb besonders verpflichtet. 

Zur Eröffnung waren am Montag Klassen und Kurse des SGE und der Sekundarschule in die Aula gekommen. Dort ging nach den Begrüßungsworten, der Rede von Schirmherr Bürgermeister Peter Wessel und musikalischen Beiträgen das Theaterstück „Flüchtlingen ein Gesicht geben“ der Lippstädter Gruppe „Migranten mischen mit“ (MMM) über die Bühne. Zu den Gästen der Eröffnungsveranstaltung gehörte auch Vize-Landrat Günter Fiedler.

„Es ist an euch, Mobbing, Stigmatisierung und Ausgrenzung nicht gesellschaftsfähig werden zu lassen“, rief Bea Geisen die Jugendlichen dazu auf, im ganz normalen Alltag Zivilcourage zu zeigen. Geisen leitet den Jugendmigrationsdienst der Arbeiterwohlfahrt Hochsauerland/ Soest in Lippstadt. In Gesprächen mit Jugendlichen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten, erfährt sie immer wieder, dass die jungen Migranten Ablehnung und Ausgrenzung erleben. Der Jugendmigrationsdienst bietet Jugendlichen Hilfe und Unterstützung bei der Bewältigung von kleinen und großen Hürden auf dem Weg zur Integration an.

Als Schirmherr von Youniworth knüpfte Bürgermeister Peter Wessel in seiner Rede an die Aufforderung zu Begegnung und Miteinander im Alltag an. Integration sei zwar eine große gesellschaftliche Aufgabe, konkret fange das Miteinander aber auf der lokalen Ebene an: „Integration gelingt nur mit Menschen." Mit Schülerinnen und Schülern zum Beispiel, die dafür sorgen, dass eine neue Mitschülerin oder ein neuer Mitschüler mit Fluchtgeschichte sich angenommen und gut aufgehoben fühlen kann. Wessel gab den Jugendlichen als „Hausaufgabe“ mit auf den Weg, ständig am Aufbau von gegenseitigem Vertrauen mitzuarbeiten. Dazu leiste die Ausstellung ein Beitrag. Obwohl er mit dem Titel „Youniworth“ – einem englisch klingenden Kunstwort - nichts anfangen könne, merkte Wessel kritisch an.

Vertrauen aufbauen – das geht nur, wenn man sein Gegenüber kennt. Mit „Flüchtlingen ein Gesicht geben“ hat sich die Gruppe „Migranten mischen mit“ dieser Aufgabe gestellt. Der Jugendmigtationsdienst hat das inzwischen preisgekrönte Projekt betreut. Ausgangespunkt waren viele Fragen: Was haben junge Flüchtlinge eigentlich in ihrem Heimatland aufgegeben? Wie lebten sie dort? Konnten sie dort noch ihre Schule besuchen? Was hat sich in Deutschland für sie verändert? Haben sie hier mehr oder weniger Chancen?

Über die weitere Umsetzung schreibt der JMD: „16 Jugendliche zwischen 15 und 23 Jahren, die selbst vor kurzem als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen waren, haben sich in der JMD-Gruppe „Migranten mischen mit“ mit diesen Fragen auseinander gesetzt. Seit September 2015 haben sie 23 neu angekommenen jungen Flüchtlingen diese und weitere Fragen in ihrer jeweiligen Muttersprache gestellt und wichtige Aussagen in Deutsch zusammengefasst. Sie handeln von ihrer Heimat, von der Flucht, dem Ankommen und gegenwärtigen Leben in Deutschland sowie von persönlichen Wünschen und Plänen für ihre Zukunft. Ihre Kompetenzen und Fähigkeiten sollten deutlich werden sowie ihre Hoffnungen und Wünsche an ihre schulische und berufliche Zukunft in der neuen Heimat.“

Für „Flüchtlingen ein Gesicht geben“ hatten die Jugendlichen über ein halbes Jahr lang andere Jugendliche zu ihrem Leben in ihrer Heimat und ihrer Flucht befragt. So wollte die Gruppe zeigen, dass hinter jeder Geschichte ein Mensch steht. Ein Mensch, der geflüchtet ist. Und jeder hat eine komplexe und höchst individuelle Geschichte.

Unter der Leitung der Dagmar C. Weinert, Lippstadt, ist ein Stück entstanden, das junge Flüchtlinge mit ihren erschütternden Erlebnissen zu Wort kommen lässt, ihnen so „ein Gesicht gibt“ - und am Ende aber die Zuschauer im Saal mit Udo Lindenbergs „Komm, wir ziehen in den Frieden“ mit einer Portion Hoffnung und Optimismus entlässt.

Die Ausstellung ist für Klassen und Kursen des SGE ab Klasse 9 und der Sekundarschule geöffnet. Für den Besuch hat Annette Wessel, die das Projekt für die beiden Schulen organisiert hat, einen festen Plan zusammengestellt. (huk)

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