• Bundesjugendspiele 2019

    Bundesjugendspiele 2019
  • Parisfahrt 2019

    Parisfahrt 2019
  • Landtag macht Schule 2019

    Landtag macht Schule 2019
  • Juniorwahl 2019

    Juniorwahl 2019
  • Austausch mit Libourne 2019
  • DELF-Prüfung 2019

    DELF-Prüfung 2019
  • Briefmarathon 2018

    Briefmarathon 2018
  • Weihnachtskonzert 2018

    Weihnachtskonzert 2018
  • Info-Wand zum Briefmarathon an Schulen 2018

    Info-Wand zum Briefmarathon an Schulen 2018
  • Tag der offenen Tür 2018

    Tag der offenen Tür 2018
  • Vorlesewettbewerb 2018

    Vorlesewettbewerb 2018
  • Tag der offenen Tür 2018

  • Tag der offenen Tür 2018

  • Plastikmüll ade

    18plaste
  • Atelier Schulhof

    Atelier Schulhof
  • Baum der Kinderrechte, Klasse 5c
  • Austausch mit Montmartin 2017

    Austausch mit Montmartin 2017
  • Musical "Rock the 80's"

    Musical "Rock the 80's"
  • Musical "Rock the 80's"

    Musical "Rock the 80's"
  • Musical "Rock the 80's"

    Musical "Rock the 80's"
  • Austausch mit Brodnica, 2016

    Austausch mit Brodnica, 2016
  • Austausch mit Brodnica, 2016

    Austausch mit Brodnica, 2016
  • Schule ohne Rassismus

    Schule ohne Rassismus
  • Schule ohne Rassismus

    Schule ohne Rassismus

Gegengift

Neonazis und ihre Propaganda waren das Thema eines Votrags für die Q1.

10
07.2019

Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung sind in der letzten Zeit immer öfter Gegenstand politischer Diskussionen, begegnen uns aber auch im Alltag. Jeder wird schon einmal in einer Situation gewesen sein oder davon gehört haben, dass Mitmenschen aufgrund ihres Aussehens, ihrer Herkunft oder Interessen und Einstellungen diskriminiert, beschimpft oder ausgegrenzt wurden. Nicht zuletzt wurden beispielsweise antisemitische Angriffe in den Nachrichten publik. Am Montag, 8. Juli, war Norbert Ellermann, Historiker und Museumspädagoge vom Kreismuseum Wewelsburg, zu Gast bei uns am SGE, um einen Vortrag zu diesem Thema für die Stufe Q1 zu halten.

Um gegen dieses „Gift“ ein „Gegengift“ zu schaffen, stellte Ellermann sich und seine Arbeit im Kreismuseum Weweslburg zunächst vor. Bei seiner Arbeit komme er öfter mit Neo-Nazis in Kontakt, da die Wewelsburg von Neonazis als Kultstätte gesehen wird. „Wir schließen keine Menschen aus, sondern Einstellungen“, berichtete er. Sollte ein Mensch mit fremdenfeindlicher Gesinnung und damit einhergehend sichtbaren Symboliken auf Körper und/oder Kleidung die Wewelsburg betreten und diese nicht abdecken wollen, so wird derjenige des Hauses verwiesen – notfalls mit polizeilicher Hilfe.

„Nazis tragen nicht immer Glatze und Springerstiefel.“ Diese Aussage belegte Norbert Ellermann mit verschiedenen Beispielen. Zum einen zeigte er, wie einige Politiker unterschwellig fremdenfeindliche Propaganda in ihre Kampagnen einbauen. Zum anderen präsentierte der Historiker den Schülerinnen und Schülern der Q1 Ausschnitte aus Bekleidungskatalogen. Hier wurde sehr hochwertige und teure Kleidung gezeigt, bei der erst auf den zweiten Blick nationalsozialistische Symbolik zu erkennen ist. Weiterhin wurde auf Fotos von Demonstrationen deutlich, dass sich immer mehr Frauen in diesen Kreisen bewegen und nationalsozialistische Organisationen auch aktiv unterstützen. Auf Fotos sind diese dann gern in der ersten Reihe abgelichtet – „Wenn Frauen dabei sind, kann es nicht so schlimm sein.“, warf Ellermann sarkastisch die Idee hinter dieser Propaganda ein.

Mit Hilfe von Liedern zeigte der Historiker, wie nationalsozialistische Parolen Einzug in die moderne (Rock und Metal-)Musik gefunden haben. Hier verwies er vor allem darauf, wirklich dem Text zuzuhören, denn allein an dem musikalischen Aspekt kann man nationalsozialistisches Gedankengut nicht festmachen. Auch verschiedene Neonazi-Größen wurden vorgestellt, um zu verdeutlichen, dass diese als beispielsweise Familienvater von vier Kindern und Bauunternehmer voll und ganz im Leben stehen und trotz offensichtlicher nationalsozialistischer Körperkunst erfolgreich in Beruf und Familie sind.

Während des gesamten Vortrags zeigte Norbert Ellermann den Schülerinnen und Schülern verschiedenste Symbole und Handzeichen, an denen man nationalsozialistische Gesinnung erkennen kann, weshalb sie nicht nur verboten sind, sondern auch als Straftatbestand gelten, sofern sie verbreitet werden.

Der Tenor des Vortrags: „Schau genau hin, höre genau zu und lass dich von (unterschwelligem) fremdenfeindlichem Gedankengut und Propaganda nicht beeinflussen. Nationalsozialistisches Gedankengut ist ein Gift, das immer noch in der Gesellschaft vorhanden ist. Wissen, Diskurs und Bewusstmachung sind das Gegengift.“

Um unsere Website für Sie optimal gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Einverstanden