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Eine Stadt erfindet sich neu

Schülerinnen und Schüler aus der Q1 unternahmen eine spannende Fach-Exkursion nach Dortmund.

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04.2019

Wie verändert sich eine Stadt, wenn alte Strukturen verschwinden? Wie „erfindet“ sich eine Stadt dann neu? Fragen, auf die Schülerinnen und Schüler unserer Schule jetzt bei einer Exkursion nach Dortmund Antworten suchten. Unterwegs waren 62 Jugendliche unter der Leitung von Frank Hartmann, Dr. Thomas Lamkemeyer und Jens Vierling.

Sie sind Schülerinnen und Schüler der Geographie-Leistungskurse Hartmann und Lamkemeyer, des Geographie-GK Hartmann und des SoWi-LK Vierling. Zu den Themen des Exkursionstages gehörte auch die Berufsfelderkundung Geographie/Raumplanung.

Nachdem sich die Gruppe im Stadtteil Scharnhorst-Ost einen Überblick über die Wohn- und Einzelhandelsstruktur in einer ehemaligen Arbeitervorstadt mit Großwohnsiedlung verschafft hatte, stand mit Eving ebenfalls eine ehemalige Arbeitersiedlung auf dem Programm. Beide Stadtteile wurden einst für die Mitarbeiter von inzwischen stillgelegten Zechen angelegt und erleben heute einen Wandel hinsichtlich ihrer Bevölkerungszusammensetzung.

Man kann an beiden Stadtteilen gut den Wandel in der Planung des Einzelhandels nachvollziehen. Mit dem EKS, dem Einkaufszentrum Scharnhorst entstand in den sechziger Jahren eine Ladenstraße, die dem heutigen Bedarf an Nahversorgung nur noch bedingt entspricht. Die großen Discounter befinden sich allesamt am Nordrand des Stadtteils. In Eving dagegen hat man mit einem „real“ und einem „Saturn“ auf dem Geländer der ehemaligen Zeche Minister Stein tatsächlich eine "Neue Mitte" geschaffen. Dort befinden sich auch ein Gewerbepark, wissenschaftliche Institute und eine über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Diskothek.

Nach einer Fahrt durch die Dortmunder Nordstadt, unter anderem über den Borsigplatz, Geburtsstätte des BVB, die Mallinkrodtstraße (hier bieten morgens rumänische und bulgarische Wanderarbeiter ihre Dienste für wenige Euro an) mit dem Nordmarkt gelangten die Exkursionsteilnehmer schließlich zum Rathaus, wo sie im Saal der Partnerstädte bereits erwartet wurden. Helga Jänsch, Leiterin des Dortmunder "Büros für internationale Beziehungen und nachhaltige Entwicklung", früher Agenda-Büro, gab eine Einführung in die Planungsvorgänge innerhalb einer Kommune, sowie deren Verpflichtung zum nachhaltigen Handeln unter dem Stichwort „Fairtrade-Town“.

Anschließend hielt Thomas Eltner von der Fakultät für Raumplanung der TU-Dortmund einen Vortrag über den Wettbewerb "Dortmund 2040 - Visionen für eine lebenswerte Stadt", bei dem auch er mit einer Arbeitsgruppe einen Entwurf beigesteuert hat. Die Erwitter hatten den Referenten bei ihrem Besuch der Messe „Fairtrade and Friends“ in der Ruhr-Metropole kennen gelernt und Kontakte geknüpft. Das Ziel ist eine Stadt der kurzen Wege, die insbesondere beim Verkehrskonzept auf Nachhaltigkeit setzt. Eltner berichtete in diesem Zusammenhang über die oft langwierigen Vorgänge in der Stadtplanung, betonte aber die Sachzwänge innerhalb einer Demokratie: "Wir sind hier eben nicht in China." Ebenso gab er den Schülerinnen und Schülern einen wertvollen Einblick in das Studium der Raumplanung, sowie mögliche sich daraus ergebende Berufsfelder. Das interaktive 3D-Stadtmodell im Rathaus bot dann noch anschauliche Einblicke.

Nach dem Termin im Rathaus erkundeten die Schülerinnen und Schüler die Einzelhandelsstruktur in der Thier-Galerie und auf dem Westenhellweg. Die letzten Stationen vor der Rückfahrt bildeten mit Phoenix-West und Ost zwei Zukunftsstandorte im Dortmunder Süden. Während auf Phoenix-West früher Roheisen gewonnen wurde, befinden sich dort inzwischen Hightech-Unternehmen, Stichwort Mikrosystemtechnik. Auf dem Gelände des ehemaligen Stahl- und Walzwerks Phoenix-Ost, das vor knapp 20 Jahren nach China verkauft wurde, befindet sich heute der Phoenix-See zusammen mit attraktiver und hochwertiger Wohnbebauung.

Insgesamt bekamen die Schülerinnen und Schüler einen guten Eindruck von den Schwierigkeiten der Stadtplanung, die dafür zu sorgen hat, dass die Segregationsprozesse innerhalb der Stadt nicht überhand nehmen und dass aus dem Nebeneinander ein echtes Miteinander wird.

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