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Wie sonst, nur anders

Dem Distanzunterricht an unserer Schule stellen Schülerinnen und Schüler ein gutes Zeugnis aus.

03
02.2021

Der Schulweg ist kurz. Es sind nur ein paar Schritte. Kein Gedränge am Buswartehäuschen, keine Fahrradfahrt durch den morgendlichen Nieselregen. Ein paar Schritte nur vom Frühstückstisch zum Schreibtisch. Ein Knopfdruck, ein Klick und schon ist man drin. Anwesenheitsüberprüfung: Kleine gelbe Hände erscheinen auf dem Bildschirm. Und dann geht’s richtig los mit Mathe, Deutsch, Französisch oder Politik - je nachdem, welches Fach auf dem Stundenplan steht. Distanzunterricht läuft an unserer Schule so wie normaler Präsenzunterricht – und doch ganz anders.

Seit Wochen sind die Schultüren geschlossen. Gelernt wird auf Distanz. Für die Schülerinnen und Schüler eine besondere Herausforderung, aber auch für die Eltern und die Lehrerinnen und Lehrer. Wurde in der ersten Phase des Lockdowns im Frühjahr 2020 auch am SGE noch heftig improvisiert, ist der Unterricht auf Distanz inzwischen professionalisiert. Mit „Teams“ hat sich unsere Schule für eine Plattform entschieden, die stabil läuft und viele Möglichkeiten bietet, das Lernen unter besonderen Bedingungen erfolgreich zu gestalten.

Natürlich sind der Unterricht in der Schule, der persönliche Kontakt, die gemeinsamen Aktivitäten, Spiel und Spaß nicht durch den Einsatz digitaler Medien zu ersetzen. Und alle freuen sich darauf, wenn der Schulalltag wieder ganz normal abläuft. Aber weil Klagen nicht weiterhilft, setzt unsere Schule darauf, dass der Unterricht auf Distanz viel mehr als nur eine Notlösung ist.

Und wie beurteilen Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrerinnen und Lehrer den Distanzunterricht?

Jule Mendelin aus der 6a erteilt eine gute Note: „Mir gefällt es gut, dass der Distanzunterricht nach unserem normalen Stundenplan abläuft und somit der Corona-Alltag etwas Struktur bekommt. Man merkt, dass sich unsere Lehrer viele Gedanken zur Gestaltung des digitalen Unterrichts machen und auch eine Lösung haben, wenn die Technik bei dem ein oder anderen einmal versagt. Toll finde ich die vielen Videokonferenzen, in denen ich meine Klassenkameraden zumindest digital und ohne Maske sehen kann. Trotzdem freue mich aber, bald endlich wieder in die Schule gehen zu dürfen und meine Freunde wiederzusehen.“

"Einige Tage sind teilweise schwierig", gibt Jana Schacht aus der 9 b zu. "Das hängt aber von den Fächern ab. Die Lehrer nehmen Rücksicht auf uns bei der Aufgabenverteilung und lassen uns auch Freiheiten. Diese Zeit ist nicht einfach, aber wenn sich jeder einzelne Mühe gibt kann es sogar Spaß machen“, zieht sie am Ende ein positives Fazit.

Für Elisa Cavus aus der 6a hat Gruppenarbeit auf Distanz sogar einen großen Vorteil: Es macht ihr nämlich Spaß, sich mit vielen verschiedenen Leuten aus der Klasse auszutauschen. Denn: „In der Schule kann man ja nur mit den Sitznachbarn arbeiten.“

Befürchtungen, dass die Vorbereitung auf das Abitur leiden könnte, kann Josefine Harlinghausen aus der Q2 nicht teilen: „Für mich persönlich ermöglicht der Distanzunterricht über die Konferenzen per Teams, inhaltlich eine ebenso gute Vorbereitung auf das Abitur wie der Präsenzunterricht. Man hat jeden Tag den Kontakt zu den Lehrern und durch den Stundenplan eine gute Struktur.“ Unterricht ist natürlich auch für Josefine nicht alles. Schule ist schließlich mehr als die Abarbeitung des Stundenplans: „Der Kontakt zu den Mitschülern fehlt und man wünscht sich daher den normalen Schulalltag zurück“, sagt sie und fügt hinzu: „Gerade in unserem letzten Schuljahr lernt man dies sehr zu schätzen.“ Und dann gibt’s noch ein dickes Lob von der angehenden Abiturientin: „Im Großen und Ganzen wird aber wirklich das Beste aus der Situation gemacht, was für das Gymnasium Erwitte spricht.“

Eine Einschätzung, die Simon Böddeker, Maxi Scheepers und Robin Schmitz, alle ebenfalls aus der Q2, teilen: „Das Distanzlernen war für uns persönlich erst einmal eine Umstellung und im ersten Lockdown hat jetzt auch nicht alles ganz so gut funktioniert. Dort lief der Großteil noch über E-Mail und da konnte es schnell unübersichtlich werden. Jetzt im zweiten Lockdown, wo wir auch Teams nutzen, läuft es deutlich besser. Die Online-Konferenzen strukturieren den Tag und sind inhaltlich auch dem normalen Unterricht nahe, wenn nicht sogar genauso."

"Aber auf der anderen Seite fehlt schon die Zeit, die man mit Freunden verbringt“, weist Bhmnd Suliman aus der Q2 auf das menschliche Miteinander hin, das kein Distanzunterricht ersetzen kann. Aufs Abi fühlt sich Bhmnd aber auch „gut vorbereitet“.

Romy Evers bereitet sich ebenfalls aufs Abitur vor und hat nicht das Gefühl, viel zu verpassen. Dass es aber keine Trennung von Schule als Arbeitsplatz und den eigenen vier Wänden als Ort der Freizeitgestaltung mehr gibt, ist – nicht nur - für Romy ein Problem: „Man kann nie richtig 'abschalten'. Auch wenn die eigentliche Unterrichtsstunde vorbei ist, habe ich oft das Gefühl die Sachen schon einmal fertig machen zu müssen, anstatt eine Pause einzulegen. Ich denke das liegt daran, dass Zuhause und Schule keine unterschiedlichen Orte mehr sind und man nicht weiß, Arbeit hier, Freizeit da. Zudem ist Schule im Moment wirklich nur mit Arbeit verbunden und man steht morgens nicht mit dem Gedanken auf, dass man sich freut seine Freunde zu sehen, gemeinsam zur Schule zu fahren, zu quatschen, gemeinsam zu Mittag zu essen usw.“

Und wie beurteilen Lehrerinnen und Lehrer den Unterricht unter Pandemie-Bedingungen? Alexandra Peperhowe unterrichtet an unserer Schule die Fächer Mathematik und Religion. „Wir können gerade jetzt im Distanzlernen mit Teams auf eine sehr gut funktionierende und sehr stabile Technik zurückgreifen und damit bestmöglich digitalen Unterricht anbieten. Dabei profitieren wir Lehrer und auch die Schüler immens davon, das Distanzlernen auch während der Zeit des Präsenzunterrichts immer wieder als 'Ernstfall' erprobt zu haben: Aufgaben digital abrufen, abschicken, Rückmeldungen erhalten, Videokonferenzen proben, Arbeit mit dem digitalen Kursnotizbuch. So konnte ein nahtloser Übergang gewährleistet werden. Aufgrund dieses technischen Fortschritts sind wir in diesem Lockdown einen ganz großen Schritt weiter. Die Videokonferenzen gemeinsam mit den Schülern geben uns deutlich mehr Möglichkeiten“, stellt Perperhowe fest. Ihre ausführliche Bilanz zum Unterricht auf Distanz lesen Sie hier: Eindrücke_Distanzlernen.pdf

 Und die Eltern? Auch von ihnen hat Schulleiter Klaus Grothe bisher viele positive Reaktionen bekommen. Eine davon ist das Zwischenzeugnis mit Ausrufezeichen, das  Silke Gillmann per Mail an die Klassenlehrerin ihres Sohnes geschickt hat: „Ich wollte Ihnen und Ihren Kollegen der Schule einmal auf diesem Weg ein großes Lob aussprechen!!!! Der Unterricht auf Distanz läuft sehr gut [..]. Durch den ständigen Austausch, dem Unterricht nach Stundenplan und den Kontakt zu Mitschülern und Lehrern lässt sich diese Situation auf jeden Fall für meine Kinder viel besser aushalten!“

Strich drunter: Der Distanzunterricht klappt gut. Vieles, was sich jetzt bewährt, wird auch nach Corona bleiben. Doch Gedränge an der Bushaltestelle, Nieselregen auf dem Schulweg, Gewusel auf dem Schulhof und in den Pausen miteinander quatschen, all das gehört auch zur Schule und ist auf die Dauer unverzichtbar. (huk) 

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