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2200 Briefe für die Freiheit

Beim Briefmarathon haben unsere Schülerinnen und Schüler einen neuen Rekord geschafft.

03
12.2020

Die Rahmenbedingungen hätten besser sein können. Keine große Auftaktveranstaltung in der Aula, keine Info-Stellwände in der Pausenhalle, Sonderregelungen für den Unterschriftenstand: Beim Briefmarathon galten diesmal besondere Regeln. Corona hat alles im Griff. Unsere Schülervertretung (SV) lässt sich davon aber nicht beeindrucken, wenn es um den Einsatz für die Menschenrechte geht.

Die Teilnahme am "Briefmarathon an Schulen" gehört an unserer Schule seit sechs Jahren zu den festen Aktivitäten der SV. Die Menschenrechtsorganisation amnesty international (ai) ruft rund um den Tag der Menschenrechte, dem 10. Dezember, zum Briefmarathon auf. Millionen Briefe werden innerhalb kurzer Zeit an die Verantwortlichen für Menschenrechtsverletzungen geschickt, um so Öffentlichkeit herzustellen und Druck aufzubauen.

Für Jugendliche gibt es den Briefmarathon an Schulen. Hierfür wählt ai Fälle aus, mit denen sich die Jugendlichen besonders gut identifizieren können. Diesmal ging es zum Beispiel um Paing Phyo Min, einen 22 Jahre alten Studenten aus Myanmar, der sich bei einem Poetry Slam über das Militär lustig gemacht hatte und deshalb für sechs Jahre ins Gefängnis geworden wurde. Insgesamt zehn Fälle standen beim Briefmarathon 2020 im Blickpunkt.

Im vergangenen Jahr war es der SV gelungen, mit der Auftaktveranstaltung in der Aula und dem Stand in der Pausenhalle noch mehr Schülerinnen und Schüler als vorher für die Teilnahme zu gewinnen. 1250 Briefe gingen vor Weihnachten an die ai-Zentrale in Berlin – ein neuer Rekord. Den in Corona-Zeiten toppen – ein sehr ehrgeiziges Ziel. Doch als immer wieder nachkopiert werden muss, erscheint die Zielmarke gar nicht mehr so unerreichbar. Und als die Brief sortiert sind, steht fest, dass es einen neuen Rekord zu vermelden gibt: 2200 Appell- und Protestbriefe gehen von Erwitte aus auf die Reise nach Berlin. Von dort wird amnesty die Schreiben an die Verantwortlichen von Chile bis Burundi schicken.

„Die Beteiligung war super. Es wurde sehr oft nachgefragt. Wir hatten viele interessante Gespräche“, berichten unsere Schülersprecher Dennis Wirt und Darius Schulte-Eversum. Sie hatten an zwei Tagen vor dem SV-Raum einen Stand aufgebaut, an dem sie Unterschriften sammelten und Info-Material verteilten. In den Kursen der EF, der Q1 und der Q2 waren Aktive der SV unterwegs, um die Aktion vorzustellen und Briefe unterschreiben zu lassen. Auch in den 9.Klassen gab es eine rege Teilnahme an der Aktion.

Da ai diesmal zehn statt wie bislang fünf Fälle ausgewählt hatte, kamen pro Teilnehmer/in in der Regel auch mehr Unterschriften zusammen. Auch das erklärt, warum der Stapel diesmal so dick ist. „Fast die gesamte SV hat sich aktiv am Briefmarathon beteiligt“, freuen sich Dennis und Darius über das Engagement des Teams.

Im Laufe der Jahre ist der Briefmarathon zu einem Aushängeschild der der SV-Arbeit geworden. Als Teil des Netzwerkes „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist Menschenrechtsarbeit an unserer Schule fest verankert. Dass die Briefe Eindruck machen und etwas bewirken, zeigen zwei Fälle aus dem vergangenen Jahr: das Todesurteil gegen einen Jugendlicher aus dem Südsudan wurde aufgehoben und die Haftstrafe gegen eine junge Frau, die Teheran Blumen als Zeichen des Protests gegen das zwangsweise Tragen des Kopftuches verteilt hatte, wurde verkürzt. Es sind solche Erfolgsmeldungen, die den SV-Mitgliedern jedes Jahr Ansporn geben, beim Briefmarathon mitzumachen. 2021 den Erfolg dieses Jahres wieder zu erreichen wäre ein toller Erfolg. (huk)

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