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  • Austausch mit Brodnica, 2016

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Neue Mannschaft

Maximilian Drews-Kreilmann aus der Q1 ist in diesem Schuljahr Schülersprecher. Sein Stellvertreter ist Mracel Franzke, ebenfalls Q1 Zusammen mit den übrigen Mitgliedern der SV-Spitze organisieren sie eine Fülle von Aktivitäten - die Spannbreite reicht von der Cafeteria bei Elternsprechtagen über das Sportfest im Freibad bis zum Briefmarathon von Amnesty International.

Weitere Vertreter des Schülersprechers sind Niels Große-Kleimann (Q2), Dominik Zoltan (Q2) und Luka Horstmann (Q1). Sie gehören zusammen mit den Schülersprechern zu den Schülervertretern in der Schulkonferenz. Diesem Gremium gehört zudem Birk Fischer (Q2) an.

In der SV arbeiten zudem als gewählte Vertrerinnen und Vertreter mit: Jonas Böhle (Q1), Lorenz Cußmann (Q1), Natalia Sikora (Q2), Maxim Penner (Q2), Anna Woelk (Q2), Anna Schnütgen (EF), Lea Heckhuis (Q1) und Jessica Sommer (EF).

Die Schülervertretung ist ein wichtiges Mitwirkungsorgan in der Schule. Schülervertreter sind gleichberechtigte Mitglieder der Schulkonferenz, des höchsten Beschlussgremiums des SGE. Unter der Rubrik "Schulkonferenz" finden sich die Mitglieder im laufenden Schuljahr. Auch in den Fachkonferenzen sitzen Vertreter der Schülerinnen und Schüler und bringen dort deren Wünsche ein.

Betreut wird die Schülervertretung von Annette Wessel und Antonius Bertels als SV-Lehrern.

Nach § 74 des Schulgesetzes für das Land Nordrhein-Westfalen hat die Schülervertretung (SV) im Rahmen des Auftrags der Schule insbesondere die Aufgabe, die Interessen der Schülerinnen und Schüler bei der Gestaltung der Bildungs- und Erziehungsarbeit zu vertreten und die fachlichen, kulturellen, sportlichen, polititschen und sozialen Interessen der Schülerinnen und Schüler zu fördern.

Die inhaltliche Ausgestaltung der Mitwirkungsrechte der Schülervertretung ist im Erlass über die Mitwirkung der Schülervertretung in der Schule nach dem Schulmitwirkungsgesetz (SV - Erlass) geregelt. Auf Landesebene ist die LandesSchülerInnenVertretung (LSV NRW) die Vertretung der Schülerinnen und Schüler.

 

https://www.schulministerium.nrw.de/docs/bp/Schueler/Schulleben/Schuelervertretung/index.html

450 Briefe für die Freiheit

 

Courage zeigen, solidarisch sein: Viele Schülerinnen und Schüler machten beim amnesty-Briefmarathon 2016 mit.

Für ein Päckchen war die Sendung zu schwer. Der Stapel mit Appellbriefen musste als Paket auf die Reise gehen. 450 Briefe haben Schülerinnen und Schüler unserer Oberstufe in den vergangenen Tagen unterschrieben. Damit setzen sie sich dafür ein, dass Menschenrechte geachtet und Verstöße verfolgt werden.

Jedes Jahr ruft die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (ai) rund um den 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, zu einem Briefmarathon auf. Das Ziel ist es, möglichst viele Appellbriefe in einem kurzen Zeitraum zu schreiben. Amnesty hat dafür eine Reihe von Fällen ausgesucht, für die beim Briefmarathon Öffentlichkeit hergestellt werden soll. Mit der Aktion macht ai auf die Verletzung elementarer Rechte aufmerksam. Die große Anzahl an Briefen soll Regierungen besonders unter Druck setzen. 2015 wurden weltweit 3,7 Millionen Briefe geschrieben. Der Schreib-Marathon ist eine Erfolgsgeschichte. Auch im vergangenen Jahr kamen nach dem Briefmarathon Menschen frei, für die sich die Teilnehmer am Briefmarathon eingesetzt hatten.

Jugendliche lädt Amnesty zum Briefmarathon an Schulen ein. Dabei geht es auch darum, das Bewusstsein für die Bedeutung der Menschenrechte zu wecken und junge Menschen zu motivieren, sich für Opfer von Menschenrechtsverletzungen zu engagieren.

Unsere Schule hat sich in diesem Jahr bereits zum dritten Mal am Briefmarathon beteiligt. Anne Droste, Valentina Guida, beide Q2, und Schülersprecher Niels Große Kleimann hatten die Aktion für die Schülervertretung (SV) in die Hand genommen. Sie besuchten insbesondere die SoWi-Kurse in der Oberstufe und stellten dort die Arbeit von ai und die aktuellen Fälle vor.

Ein außergewöhnliches Engagement, das diesmal auf besonders große Resonanz stieß. Es kamen nämlich noch nie so viele Unterschriften zusammen wie beim Briefmarathon 2016. Am Ende steckten 450 Appellbriefe im Paket an die deutsche ai-Sektion in Berlin. Von dort werden die Schreiben an die jeweiligen Verantwortlichen für Menschenrechtsverletzungen weitergeleitet.

Worum ging es beim Breifmarathon 2016?

Zum Beispiel um Menschenrechtsverletzungen an Frauen, Männern und Kindern mit Albinismus. Sie müssen in Malawi in ständiger Angst leben. Der Grund ist ein weitverbreiteter Aberglaube. Die Regierung unternimmt nicht genug, um Betroffene zu schützen.

Aus der ai- Fallbeschreibung: "Annie Alfred ist zehn Jahre alt und hat Albinismus. Ihr Körper bildet nicht genug Melanin, den Farb­stoff, der in der Haut und den Haaren vorkommt und vor der Sonnenstrahlung schützt. Annie muss sich deshalb besonders gut vor Sonnenbrand in Acht nehmen. Wenn sie einmal groß ist, möchte sie Krankenschwester werden. Das Mädchen lebt jedoch in ständiger Gefahr – wie Tausende andere Menschen mit Albinismus in Malawi. Sie werden wegen ihrer Krankheit diskriminiert und verfolgt. Im schlimmsten Fall werden sie entführt, verstüm­melt oder getötet. Seit 2014 wurden in Malawi mindestens 18 Menschen mit Albinismus getötet, fünf weitere sind verschwunden.

Hintergrund ist ein furchtbarer Aberglaube: „Wunderheiler“ behaupten, dass Knochen oder Körperteile von Menschen mit Albinismus Glück bringen. Die Regierung von Malawi verurteilt dies zwar, unternimmt aber nicht genug, um die Bevölkerung aufzuklären und die Betroffenen zu schützen. Die wenigen Täter, die wegen Verbrechen an Menschen mit Albinismus festgenommen wurden, erhielten nur geringe Strafen oder wurden freigesprochen."

Amnesty fordert hier die konsequente Achtung der Rechte von Menschen mit Albinismus und die Bestrafung der Täter.

Ein anderer Fall, für den sich Schülerinnen und Schüler des SGE einsetzen: Der Student Fomusoh Ivo Feh machte sich in einer SMS an einen Freund über die bewaffnete Gruppe Boko Haram lustig. Dafür ist er zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Aus der ai-Fallbeschreibung: "Fomusoh Ivo Feh wollte gerade sein Studium beginnen, als er im Dezember 2014 festgenommen wurde. Er hatte eine SMS mit einem Witz über die bewaffnete Gruppe Boko Haram an einen Freund weitergeleitet. Darin hieß es, selbst Boko Haram würde einen nur aufnehmen, wenn man die Prü fung in mindestens fünf Schulfächern bestanden habe. Die SMS war eine Anspielung darauf, dass es für junge Menschen in Kamerun sehr schwer ist, ohne eine gute Ausbildung eine gute Stelle zu finden.

Nachdem der Freund die SMS an einen Schüler weitergeleitet hatte, fiel sie einem Lehrer in die Hände, der sich an die Polizei wandte. Daraufhin wurden Fomusoh Ivo Feh und die beiden anderen jungen Männer festgenommen. Am 2. November verurteilte ein Militärgericht Fomusoh Ivo Feh und die beiden anderen Männer wegen terrorismusbezogener Straftaten zu je zehn Jahren Haft. " (huk)

SV-Seminar 2017: Toleranz leben

 

"SV am SGE - wir schauen über den Tellerrand" - viele unterschiedliche Themen passten unter das übergreifende Motto des SV-Seminars am Donnerstag und Freitag, 19. und 20. Januar. Das Treffen ist für Klassen- und Jahrgangsstufensprecher, ihre Stellvertreter und die Mitglieder der Schülervertretung jedes Jahr eine Chance, jahrgangsübergreifend miteinander zu arbeiten. Betreut wurden die Teilnehmer von den SV-Lehrern Annette Wessel und Antonius Bertels.

Seit vergangenem Sommer ist unsere Schule Teil des Netzwerks "Schule ohne Rasismus - Schule mit Courage". In vielen Gruppen des Seminar ging es darum, diesen Anspruch weiter mit Leben zu füllen und neue Projektideen zu entwickeln.

Übers Essen Grenzen überwinden: Eine der fünf Gruppen ging auf kulinarische Weltreise und bereitete internationale Speisen wie zum Beispiel äthiopische Gemüsefladen zu. Bevor es in die Küche ging, hatte SGE-Lehrer Jens Vierling über Fair Trade informiert. Er engagiert sich privat in einer Initiative für fairen Handel.

Auf einer neuen Weltkarte in Acrylfarbe sollen in Zunkunft Slogans aufgeklebt werden, die für Solidarität mit Menschen überall auf der Welt werben. Die Karte entstand in einer der Arbeitsgruppen.

Wo liegen die Ursachen für Rassismus? Eine Gruppe beschäftigte sich intensiv mit dieser Frage und macht nun Vorschläge, um unsere Schulgemeinschaft zu stärken und rassistischem Verhalten vorzubeugen. So sollen in Zukunft zum Beispiel im wöchentlichen Rhythmus Motivationssprüche über den Bildschirm in der Pausenhalle laufen, um das Thema immer wieder neu ins Bewusstsein zu rücken. Vorschläge für diese Antirassismus-Slogans sind übrigens willkommen.

Als Referent hatte die SV Kevin Veith, Jugendsekretär der IG Metall Lippstadt, eingeladen. In seiner Gruppe untersuchten die Teilnehmer zunächst das aktuelle Phänomen des Rechtspopulismus. Dann entstand ein Kurzfilm, der sich pointiert mit der Flüchtlingsproblematik heute und zur Zeit des Nationalsozialismus auseinandersetzt.

Zusätzlich drehte eine Gruppe einen kurzweiligen Imagefilm für unsere Schule.

Das gemeinsame Abendessen und Frühstück gehört neben der Arbeit zu den festen Programmpunkten des SV-Seminars. Die Mahlzeiten bieten eine zusätzliche Chance zum gegenseitigen Austausch, und zwar über Jahrgangsstufengrenzen hinweg.

Bei der abschließenden Präsentation der Arbeitsergebnisse in der Aula lobte Schulleiter Klaus Grothe die Seminarteilnehmer: "Was ihr hier vorgestellt habt, ist sehr beeindruckend." (huk)

Beim SV-Seminar ist ein beeindruckendes Video zum Thema Flucht entstanden. Es steht jetzt auf "youtube": https://www.youtube.com/watch?v=TqdaPtHalMQ