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Hitze, Blaulicht und Kanzlerin

Praktikumswochen für die Schülerinnen und Schüler der EF.

14
02.2018

Bei der Suche nach dem idealen Praktikumsplatz kann ein Blick aus dem Fenster der Schlüssel zum Erfolg sein. Jeden Tag fährt Lennart Reen am Hinweisschild des Materialprüfungsamtes Erwitte vorbei. Irgendwann stellte er sich die entscheidende Frage: Was machen die eigentlich?

Ein Klick im Internet liefert die Antwort: „Das Brandprüfzentrum Erwitte des Materialprüfungsamtes NRW gehört zu den weltweit am besten ausgestatteten Prüfstellen für Brandversuche. Hier können sämtliche genormten Prüfungen zur brandschutztechnischen Klassifizierung von Baustoffen und Bauteilen durchgeführt werden.“

Das könnte mein Praktikumsplatz sein, dachte Lennart und schickte seine Bewerbung auf den Weg. Mit Erfolg. Seit fast zwei Wochen macht er nun sein Praktikum im Materialprüfungsamt in der Straße Auf den Thränen am Erwitter Stadtrand. Die Bewerbung nach dem Blick aus dem Fenster hat sich als Volltreffer erwiesen: „Die Arbeit ist hier sehr interessant und abwechslungsreich.“

Es sind tatsächlich heiße Arbeitstage. Denn in den Öfen des Materialprüfungsamtes wird das Brandverhalten von Baustoffen und –Materialien untersucht.

Die Aufträge kommen vorwiegend aus der Region. „Wir hatten aber auch schon Kunden aus den Arabischen Emiraten“, weiß Miriam Euler. Sie arbeitet als Baustoffprüferin in der Erwitter Behörde und betreut Lennart bei seinem Praktikum. In Chemie , Physik und Mathematik müssen die Mitarbeiter fit sein, um die komplizierte Arbeit zur Kundenzufriedenheit erledigen zu können. Das gelingt in Erwitte: „Wir haben einen guten Ruf“, sagt Miriam Euler.

Alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe EF absolvieren in den ersten beiden Februarwochen ein Betriebspraktikum. Sie bekommen so einen intensiven Einblick in den Berufsalltag und Anregungen für die Entscheidung über den eigenen Weg nach der Schule.

„Ich interessiere mich sehr für Politik und möchte in diesem Bereich auch später beruflich tätig sein“, erklärt Jessica Sommer, warum sie für ihr Praktikum nach Berlin gefahren ist. Bereits im Herbst 2016 hatte sie sich beim Deutschen Bundestag beworben – und hörte erst mal nichts. Es dauerte ein Jahr, bis die Zusage aus der Hauptstadt kam. Jessica bekam einen Praktikumsplatz im Amt des Wehrbeauftragten. Diese Funktion übt Dr. Hans-Peter Bartels aus. Der SPD-Bundestagsabgeordnete ist der „Anwalt der Soldaten“. Sie können sich mit Sorgen und Beschwerden an ihn wenden und um Unterstützung bitten.

Was wird in der Behörde überhaupt gemacht? Wie läuft das Verfahren für die Eingaben der Soldaten ab? Wie werden die Akten bearbeitet? – Die Mitarbeit im Büro lieferte Jessica täglich neue Antworten auf alle Fragen.

Was waren besondere Höhepunkte des Praktikums? „Zusammen mit anderen Praktikanten konnten wird zu zwei Plenarsitzungen des Bundestages gehen und auch mit Abgeordneten sprechen“, berichtet Jessica. Sogar die Bundeskanzlerin hat sie aus nächster Nähe gesehen. Und im Bundesrat waren die Praktikanten zudem zu einem Planspiel eingeladen. Spannende zwei Wochen also. „Ich bin selbstbewusster geworden“, hat die Berliner Luft für Jessica auch einen ganz persönlichen positiven Effekt gehabt.

Wie organsiert man ein Praktikum in Berlin? Ganz einfach: Jessicas Eltern hatten für zwei Wochen ein Appartement gemietet und machten Urlaub an der Spree, während ihre Tochter in den Politik-Alltag eintauchte.

Gleich nach Schichtbeginn geht’s raus in die Stadt. Ein Verkehrsunfall. Lisa kennt das schon. Bei der Polizei ist die Aufnahme von Verkehrsunfällen schließlich Alltagsgeschäft. Lisa Kuckuck macht ihr Praktikum bei der Kreispolizeibehörde und kann über mangelnde Abwechslung nicht klagen: Blaulichtfahrten im Streifenwagen, Ermittlungen in einer Drogensache bei der Kripo und Zaungast bei der Trainingseinheit der Polizeihunde. „Meine Erwartungen sind sogar übertroffen worden“, ist das Praktikum auch für Lisa eine Erfolgsgeschichte.

Ab Montag heißt es für die EF-Schüler allerdings wieder "Unterricht nach Plan". Für viele bestimmt keine leichte Umstellung. Über ihre Erfahrungen im Praktikum verfassen die Jugendlichen in den kommenden Wochen einen ausführlichen Bericht. (huk)