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Arbeitswelt im Wandel

Wandel in der Arbeitswelt, Tertiarisierung im Ruhrgebiet – so lautete die Überschrift einer Exkursion kurz vor Beginn der Weihnachtsferien.

31
12.2017

Teilnehmer waren der Leistungskurs Geographie von Dr. Thomas Lamkemeyer, der Leistungskurs und der Grundkurs Geographie von Frank Hartmann sowie der Leistungskurs Sozialwissenschaften von Jens Vierling, insgesamt 62 Schülerinnen und Schüler. Ziele der Exkursion waren das Bergbau-Museum Bochum, das Ruhr-Museum in der Zeche Zollverein Essen und das CentrO. Oberhausen.

Die Schüler bekamen dabei einen Einblick in die kräftezehrende Arbeit im Bergbau, nicht zuletzt auch dadurch, dass sie verschiedene schwere Geräte einmal selbst in die Hand nehmen und auch ausprobieren konnten. Kohle wurde in bis zu 1500 Meter Tiefe bei Temperaturen von weit über 40 Grad Celsius und nahezu 100 Prozent Luftfeuchtigkeit abgebaut. Die Luft war von Kohlen- und (viel gefährlicher) von Gesteinsstaub durchsetzt. Die Bergmänner arbeiteten in engen Gängen bei fast völliger Dunkelheit und die Presslufthämmer rüttelten an ihren Gelenken und machten einen ohrenbetäubenden Lärm.

Durch den technischen Fortschritt wurden auch im Bergbau im Laufe des 20. Jahrhunderts die Arbeitsbedingungen besser, es waren aber nicht zuletzt aufgrund wirtschaftlicher Krisen und der sich schon damals abzeichnenden Globalisierung immer weniger Arbeitskräfte nötig. Heute fördern noch zwei Zechen in Deutschland Steinkohle, Zeche Prosper in Bottrop und das Bergwerk Ibbenbüren. 2018 werden auch diese die Förderung einstellen.

Deutschland beendet den Bergbau nicht aufgrund mangelnder Vorkommen, diese liegen jedoch zu tief in der Erde, sind nur mit enormem technischen Aufwand erschließbar und unsere Löhne sind im internationalen Wettbewerb zu hoch. So importieren wir unsere Kohle, liefern aber die Technik zum Abbau in alle Welt.

Auch über Tage war die Tätigkeit der Arbeiter beim Sortieren der Kohle sehr anstrengend. Davon konnten wir uns auf der Zeche Zollverein auf dem Weg der Kohle selbst überzeugen.

Was von der Montanindustrie im Ruhrgebiet bleibt, sind zunächst große Industriebrachen, von denen ein Großteil inzwischen aber einer neuen Bestimmung zugeführt werden konnte. Sei es als Museum im Rahmen der Route Industriekultur oder als Konsum- und Erlebniszentren wie etwa das CentrO. in Oberhausen, ein Musterbeispiel für die Tertiärisierung im Ruhrgebiet.

Die Themen Standortwahl von Unternehmen, Globalisierung und der Wandel in der Arbeitswelt/Tertiärisierung, sind durch den Kernlehrplan im Fach Geographie vorgesehen, die letzten beiden auch im Fach Sozialwissenschaften.